KAB Heike Weber und Walter Eul

Königsallee Düsseldorf 2013

KöKorona, Eingang Trinkhaus Bank, Königsallee 19, Tagansicht

KöKorona, Eingang Trinkhaus Bank, Königsallee 19, Tagansicht

KöKorona, Eingang Trinkhaus Bank, Königsallee 19, Nachtansicht

KöKorona, Eingang Trinkhaus Bank, Königsallee 19, Nachtansicht

KöKorona, Eingang Trinkhaus Bank, Königsallee 19, Nachtansicht

KöKorona, Eingang Trinkhaus Bank, Königsallee 19, Nachtansicht

Kö.Korona

Neubau Trinkhaus Bank, Königsallee 19, Düsseldorf


Es ist ein installativer Einriff in Gestalt einer expansiven Wandzeichnung auf der gesamten rechten Seite des Eingangs von Kö 19. Sie bezieht auch den Windfang aus Travertin im Außenbereich mit ein.

Die „Zeichnung“ besteht aus organisch sich überlagernden, farbig eloxierten Aluminiumkreisen, die diverse Schnittmengen bilden, nach oben aufzusteigen scheinen und ein Schattenspiel erzeugen.
Formal ist die Arbeit abstrakt, aber wie auch in anderen Arbeiten gehe ich von einem gelenkten Zufall aus und benutze Alltagsgegenstände zur Formfindung. In diesem Fall habe ich Gummiringe gescannt, die ich skaliert und exakt für diesen Ort komponiert habe.

Mir ist es wichtig, daß die Arbeit organisch ist und dadurch lebendig wirkt. Wie eine Zellstruktur im Mikrokosmos oder Himmelskörper im Makrokosmos.
Die Kreiselemente wurden blau eloxiert, rückseitig mit LEDs bestückt und mit Abstand zur Wand montiert.
Tagsüber wird durch das wechselnde Tageslicht das matt glänzende Eloxal sehr edel wirken und ein Schattenspiel auf der Wand erzeugen. Bei Dämmerung oder sehr dunklen Tagen, schaltet sich die LED-Beleuchtung automatisch ein. Dabei tritt die Farbe der Kreise zurück und wird von der leuchtenden Korona hinterstrahlt.
Daher der Titel der Arbeit: Kö.Korona.
Korona bedeutet lateinisch Krone (passend zur Königsallee), Kranz, Hof und Lichterscheinung. Die nächtliche Arbeit könnte auch an eine Sonnenkorona erinnern.

Der Abstand zur Wand wird so gewählt, daß die Kringel optisch vor der Wand schweben und genau umgekehrt zur Schattenwirkung am Tage erscheinen.

Assoziativ könnte die Kugelspielerin, die Bronzefigur von Walter Schott von 1897 im nördlich gelegenen Blumengarten auf der Kö, den Ball ins Rollen gebracht haben, und formiert sich in dem Eingang von Kö 19 zu einer luftigen aufsteigenden Zusammenballung von Kreisen, die auch die Bündelung der Vielzahl von Geschäften und Bürohäusern der Kö symbolisieren können und dort eine Schnittmenge bilden.

Die Arbeit wirkt leicht und die Kreise scheinen positiv nach oben zu schweben, was durch die Anordnung, das Material und das wechselnde Tageslicht unterstützt wird.

Heike Weber 2013