KAB Heike Weber und Walter Eul

UKB Raum der Stille

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Heike Weber beim Zeichnen

Heike Weber beim Zeichnen

Raum der Stille, Detail, Buntstift auf Kunststofffaser, 230 x 445 cm

Raum der Stille, Detail, Buntstift auf Kunststofffaser, 230 x 445 cm

Detaiansicht, Raum der Stille, Buntstift auf Kunststofffaser, 230 x 445 cm

Detaiansicht, Raum der Stille, Buntstift auf Kunststofffaser, 230 x 445 cm

Raum der Stille, Buntstift auf Kunststofffaser, 230 x 445 cm

Raum der Stille, Buntstift auf Kunststofffaser, 230 x 445 cm

Raum der Stille, Buntstift auf Kunststofffaser, 230 x 445 cm

Raum der Stille, Buntstift auf Kunststofffaser, 230 x 445 cm

Verabschiedungsraum, Buntstift auf Kunststofffaser, 145 x 240 cm

Verabschiedungsraum, Buntstift auf Kunststofffaser, 145 x 240 cm

Zeichnung

Raum der Stille und Verabschiedungsraum


Für die sehr intimen Räume haben wir eine sensibel wolkig erscheinende Zeichnung mit wasserfestem Buntstift auf tiefblau grundiertem Tuch realisiert.

Die Zeichnung folgt einer Netzstruktur – akribisch per Hand ausgeführt, welche an molekulare Verkettungen oder kosmische Strukturen erinnert. Die große, fast wandfüllende Handzeichnung möchte den Verstorbenen Respekt zollen den Angehörigen einen Raum zur Andacht bieten. In ihrer Feinheit und Präzision, ihrer Dichte und Tiefe strahlt sie eine sinnliche Aura aus.

Als Zeichenvorlage dient ein Gebrauchsgegenstand – ein Haarnetz, was zwar vielleicht etwas lapidar erscheint, aber zum einen eine menschliche Komponente in sich trägt und zudem für die Zeichnung wichtig ist, da sich das Gefüge des Netzes aus der vorgegebenen Gliederung des Alltagsgegenstandes entwickelt. Durch die freie Übersetzung beim Zeichnen löst sich die Linienstruktur von ihrer Vorlage und kann frei assoziiert werden.

Zeichnung beschreibt einen Weg: Die suchende Linie, die langsam ihre Form bildet. Das „Hier und Jetzt“ ist impliziert. Mittels des Buntstifts werden die Linien sehr zart und lebendig. Je nach Druck können sie von zartgrau – fast unsichtbar – zu einem satten Weiß erscheinen und die Zeichnung wirkt räumlich. Das Bild wird zum Raum.

Das Zeichnen ist eine konzentrierte Prozedur, die sich bis zum fertigen Bild langsam aufbaut.

So erhält es eine hohe ästhetische Qualität, die sowohl von Ferne als Mikro- oder Makrokosmos wahrnehmbar wird – als auch von Nahem im Detail höchst sinnlich wirken.